
Ägyptologie NewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
Mein Dank gilt den EEFNEWS und deren zahlreichen Informanten sowie dem Moderator des EEF.Ohne diese schier unerschöpfliche Quelle für hochklassige Artikel aus der Ägyptologie wäre so manche Nachricht an mir vorbeigegangen.
| Mittwoch, 28. Dezember 2011 |
| Budgetnotstand beim Ministry of State for Antiquities (MSA) Das Ministerium hat entschieden, Besitzern von Cafeterien und Souvenirshops in Museen und bei Sehenswürdigkeiten die Steuern für Juni und August 2011 zu erlassen. Bereits anhängige Verfahren zur Zwangseinziehung werden gestoppt. Mit diesem Schritt sollen die kleinen Händler, die vom Touristenrückgang besonders schwer betroffen sind, entlastet werden. |
| Donnerstag, 22. Dezember 2011 |
| Verheerender Brand im Kairoer Institut d'Egypt Das Gebäude war vor gut 200 Jahren Sitz der Wissenschaftler der napoleonischen Expedition in Ägypten. Während der jüngsten Unruhen ist es aus noch ungeklärten Umständen zu einem Brand gekommen, der sich zu einem Großfeuer ausweitete. Dabei wurden große Teile der dort aufbewahrten Bücher, Karten und andere Aufzeichnungen aus den letzten Jahrhunderten ein Raub der Flammen. Auch eine Ausgabe der berühmten Déscription de l'Égypt gehört zu den Verlusten. Glücklicherweise existieren in Ägypten noch weitere Exemplare dieser Erstausgabe. Für ein wenig Hoffnung sorgt die Ankündigung des Emirs von Schardadscha in den Vereinigten Emiraten, den Wiederaufbau zu finanzieren und verlorene Dokumente aus seiner eigenen Sammlung zu ersetzen. |
| Dienstag, 20. Dezember 2011 |
| Ancient Egyptian Architecture Online (AEGARON) ist freigeschaltet Das obige Projekt war auf der letzten Ständigen Ägyptologenkonferenz in Leipzig von Ulrike Fauerbach, DAIK, bereits vorgestellt worden, und auf der DAIK-Homepage heißt es dazu: Hintergrund des Projektes ist, dass Architekturpläne von Bauten aus dieser Zeit (d. i. die Antike) häufig schwer zugänglich oder überhaupt nicht adäquat veröffentlicht sind. Der Anspruch an Genauigkeit sowie die Darstellungsweise von Materialien, Erhaltungszustand, Rekonstruktionen etc. in den Publikationen sind zudem höchst unterschiedlich. Dies erschwert das Verständnis und den Vergleich verschiedener Gebäude und damit wesentliche Schritte der Architekturforschung – ob sie im Rahmen der Ägyptologie, der Bauforschung oder der Kunstgeschichte stattfindet. Das DAIK arbeitet an der Vereinheitlichung von publizierten Plänen und Zeichnungen, auch auf der Grundlage von Nachuntersuchungen vor Ort, und publiziert die Ergebnisse im Netz. Inzwischen erfolgte die Freischaltung. Online sind bisher Grundrisse von Gebäuden aus Giza, Karun, Amarna, Buhen und Uronarti: AEGARON |
| Montag, 19. Dezember 2011 |
| Dritte Bauphase des Grand Egyptian Museum kann starten Die dritte und letzte Bauphase des neuen Museums in Giza umfasst den Bau des Hauptgebäudes und die Gestaltung der Freifläche. Beim Bieterwettbewerb erhielten zwei Unternehmen, die ägyptischen Orascom Construction Industries und die belgische Besix Group, den Zuschlag und schlossen einen entsprechenden Vertrag mit dem Antikenministerium. Mit den Arbeiten soll Mitte Januar 2012 begonnen werden. Das gesamte Museum soll im Juli 2015 fertiggestellt sein. |
| Donnerstag, 15. Dezember 2011 |
| Verkalkung durch neue CT-Technologie sichtbar gemacht Über das Horus-Projekt zur Untersuchung von Mumien auf Arteriosklerose wurde bereits berichtet (siehe Beitrag vom 15.04.2011). Beispielsweise konnte bei der Untersuchung der Mumie von Ahmose Merit-Amun eine starke Arterienverkalkung festgestellt werden. Dieses Ergebnis ist einer neuartigen CT-Technologie, der "Dual-Energy"-CT, zu verdanken. Dabei kommen zwei Röntgenkanonen statt einer zum Einsatz. Kalzium hebt sich auf den damit erzeugten monochromen CT-Bildern klar und deutlich als weiße Substanz ab. Es zeigte sich, dass bei Ahmose Merit-Amun gleich zwei der drei Haupt-Koronarartieren von Arteriosklerose befallen waren. Die Prinzessin starb wahrschenlich an einem Herzinfarkt. |
| Mittwoch, 14. Dezember 2011 |
| Sphinx nicht von Grundwasser bedroht Bei einer Begehung von historischen Stätten sagte Ägyptens Antikenminister, man sehe keine Grundwasserprobleme beim großen Sphinx in Giza. Das Grundwasser sei nur 4,5 m tief und würde die Sicherheit des Monuments nicht gefährden. |
| Freitag, 09. Dezember 2011 |
| Untersuchung der Schächte in der Großen Pyramide - der nächste Schritt Nachdem Roboter Djedi im Juni 2011 (siehe Beitrag vom 07.06.2011) erste Ergebnisse lieferte und u.a. Schriftzeichen zu Tage förderte, soll das Experiment auch im Jahre 2012 fortgesetzt werden. "Der Plan ist der gleiche wie immer", sagt Whitehead. "Wir werden die Schächte der Königinnenkammer komplett untersuchen und zumindest in einem Schacht hinter den ersten und den zweiten Blockierstein schauen." Selbst wenn man es nicht schaffen würde, noch weiter hinter die Blockiersteine zu schauen, wäre schon die genaue Kartierung der Schächte ein fantastisches Ergebnis, das der Klärung des Zweckes dieses einzigartigen archäologischen Phänomens dienlich sein könnte. Die Genehmigung des SCA zur Fortführung des Djedi-Projektes liegt bisher noch nicht vor. |
| Mittwoch, 07. Dezember 2011 |
| Antikenministerium in Ägypten reinstalliert Nach der vorübergehenden Abschaffung des Ministry of State for Antiquities (MSA) hat der neue Premierminister Kamal El-Ganzouri dieses Ministerium wiederbelebt. Der zuständige Minister ist Mohamed Ibrahim Ali Sayed, der schon an Ausgrabungen in Sakkara und Giza beteiligt war; seinen PhD erwarb er an der Pariser Sorbonne. |
| Donnerstag, 01. Dezember 2011 |
| Thot soll leben - in Ägypten. Wiederansiedlung von Ibissen geplant In Ägypten wurde der letzte der afrikanischen heiligen Ibisse, einst in Vielzahl vertreten und Symbol des Gottes Thot, im Jahre 1891 gesichtet. Seitdem scheint der symbolträchtige Vogel dort ausgestorben zu sein; Siedlungs- und Bevölkerungswachstum, Bejagung und Störung der Brutplätze sind einige Gründe für seine Vertreibung. Allerdings existieren in der Sub-Sahara noch umfangreiche Populationen. Nun möchte man eine Wiederansiedlung in Ägypten versuchen. Die Organisation Nature Conservation Egypt (NCE) hat gemeinsam mit einheimischen und internationalen Experten dieses ehrgeizige Pilotprojekt gestartet. Es wird allerdings Jahre dauern, ehe alle vorbereitenden Maßnahmen und Studien abgeschlossen sind. Das Gelingen ist außerdem alles andere als sicher, aber: "Es ist eine gewaltige Aufgabe mit vielen Hindernissen. Aber wir sind verpflichtet, die Herausforderung anzunehmen in der Hoffnung, dass der Ibis in seine historische Heimat Ägypten zurückkehren wird", sagt Wael Shohdi, Leiter des NCE-Projektes.
|
| Donnerstag, 01. Dezember 2011 |
| Erneut Fund einer Monumentalstatue in Kom el-Hettan Zum wiederholten Male wurde auf dem Gelände des Gedächtnistempels Amenophis' III. ein spektakulärer Fund gemacht. Es handelt sich um ein aus mehreren Quarzit-Blöcken bestehendes, 13,5 m hohes Standbild des Königs. Möglicherweise ist dies das Pendant zu einer im April 2011 (siehe Beitrag vom 26.04.2011) ausgegrabenen Statue gleichen Materials und gleicher Größe. |
News-Archiv
2013April 2013 (3)März 2013 (10)Februar 2013 (10)Januar 2013 (9)
2012
Dezember 2012 (8)November 2012 (9)Oktober 2012 (8)September 2012 (9)August 2012 (13)Juli 2012 (15)Juni 2012 (10)Mai 2012 (10)April 2012 (21)März 2012 (15)Februar 2012 (15)Januar 2012 (13)
2011
Dezember 2011 (10)November 2011 (6)Oktober 2011 (21)September 2011 (8)August 2011 (11)Juli 2011 (17)Juni 2011 (16)Mai 2011 (23)April 2011 (14)März 2011 (13)Februar 2011 (7)Januar 2011 (11)
Hier gehts zu den aktuellen News

Ibisstatuetten aus Hermopolis Magna (Tuna el-Gebel) im Museum von Malawi